Die Wurzeln der Schildauer Schützengilde

Erstmals erwähnt im Jahr 1542 gehörten zum kurfürstlichen Aufgebot der Privilegierten Schützengilde Schildau, Reiter, Jäger, Grenadiere und Sappeure (Truppenhandwerker). Die letzte kriegerische Handlung hiesiger Schützen erfolgte 1813 beim Widerstand gegen die französischen Besatzungssoldaten.

1835 schenkte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen der Gilde eine Heeresfahne. Zur Grenadier-, Jäger- und Sappeur Kompanie kam 1909 das berittene Feldjägerkorps Neidhardt von Gneisenau hinzu. Es wahrt mit seinem Auftreten das Andenken an den in Schildau geborenen späteren Generalfeldmarschall Graf Neidhardt von Gneisenau.

Am Ende des 2. Weltkrieges wurde der Schützenbetrieb untersagt. Doch in der Wendezeit im Jahr 1992 kam es auf Anregung des Geschichtsvereins zur Neugründung der Schützengilde Schildau. Schon bald zählte der Verein mehr als einhundert Mitglieder.